Wir haben ein neues zweitkind! Der stolze papa hat ein paar Fotos des kleinen geknipst (man hofft inständig, dass es noch einen wachstumsschub bekommt). Taufgeschenke oder ähnliches sind immer herzlichst willkommen.
Doch die freude nach der sturzgeburt währte leider nicht allzu lange. Bald darauf begannen nämlich die erziehungsberechtigten unschöne auseinandersetzungen über den zu vergebenen namen auszufechten. Trotz reichlich blut und tränen, man konnte keine gütliche einigung erzielen. Aus diesem grund bist du jetzt als repräsentant unseres volkes gefragt. Gib deine stimme für den besten namen ab und wähle weise! PS: Solltest du einen ungewöhnlichen kreativschub erleiden, dann poste im kommentarbereich einen eigenen namensvorschlag. Nach prüfung wird dieser gerne in die umfrage aufgenommen. Wer an der umfrage teilnimmt und bis hierher tapfer gelesen hat, hat außerdem die möglichkeit, einen tollen preis zu gewinnen. Als sensationelle gewinne winken:
3.platz: ein gebrauchter duftbaum (art vanille oder ähnlich)
2.platz: ein original lammfell lenkradbezug (aus hauseigener produktion)
1.platz: eine exklusive rundfahrt in einer silbernen kleinraumlimousine inkl. einer flasche premium-sekt (faber oder ähnlich)
Teilnahmebedingungen: Verwandte, bekannte sowie der rechtsweg können gerne teilnehmen, sind aber leider vom gewinn ausgeschlossen.
Das jahr ist fast vorüber und ich blicke mit wohligen schaudern dem angekündigten weltuntergang 2012 entgegen (ende des maya-kalenders = ende der welt = eventuell auch ende des nachtspielers). Doch bevor es so richtig apokalyptisch wird, verjubeln wir noch einmal unsere CO2-Zertifikate und fliegen in die heimat am ende der welt so ziemlich inmitten von deutschland. Dort wird dann ein allerletztes mal wintersonnenwende in familie betrunken, um anschließend nackend um obstbäume zu joggen.
Nachdem es zuletzt hinter vorgehaltener hand unschöne kritik gegen die angeblich überhand nehmenden reiseberichte gab, wird es zeit für etwas ganz anderes.
Die ganz alten leser dieses qualitätsblog erinnern sich vielleicht noch an das jahr 2007. Da gab es doch dieses filmprojekt von den zwei aufstrebenden jungen künstlern. Nach euphorischen drehtagen zogen sich herr teichert und herr geißler zum schneiden in die dunkelkammer zurück und kehrten von dort nie wieder zurück. Die zeit verstrich, doch die künstler blieben verschollen. Aus geschichten wurden legenden, und irgendwann im zuge der finanzkrise vergaß die welt sie ganz.
Doch anno 2011 geschah etwas unvorstellbares. Mit rauschebart trat einer der helden aus der dunkelheit hervor und tastete sich mit zitternden händen an das tageslicht zurück. Und er hielt etwas glänzendes in seinen händen. Nicht wenige meinten, der messias wäre wiedergekehrt. Doch es war noch viel wundervoller. Der alte mann hatte die längst verloren geglaubten filmerollen bei sich. Jene verschollenen filmaufnahmen! Und sie waren sogar fix und fertig geschnitten worden.
Durch glückliche fügungen des schicksals bin ich an eine dieser rollen herangekommen. Und deshalb präsentiert nachtspieler.de nun voller stolz das filmische monumentalwerk: DERLEICHTSINN.
Reisenotizen
Helden wie wir besteigen das deutsche hochgebirge (mystischer und ganz übler brocken im harz) selbstverständlich nicht bei eitel sonnenschein, sondern zur schlimmsten sturm-, regen– und nebelzeit. Nachdem es anfangs noch ganz frohgemut mit einem liedchen auf den lippen stetig aufwärts ging, holte uns alsbald die hölle des berges ein. Je weiter wir auch liefen und schließlich humpelten, der rettende gipfel rückte in immer weitere ferne. Im Himalaya kann die unwirklichkeit auch nicht schlimmer sein. Ab einem gewissen punkt geht es nur noch um das blanke überleben. Schrecklicher Hunger überkam uns. So nagten wir an den herumliegenden knochen von unglücklichen bergsteigern. Und als wir schon bar aller hoffnung waren und nur noch schlafen wollten, sahen wir ein licht in dunkler nacht. Mit allerletzter kraft steckten wir unsere erfrorenen zehen in die rucksäcke und zogen uns halb kriechend zug um zug zum gipfel hoch. Schließlich angekommen, streckten wir die fäuste den alten göttern entgegen. Wir waren da gelandet, wo noch nie zuvor ein mensch gewesen war. Naja. Fast.