Linke will Stasi zurück

By , 14. Februar 2008 21:43

Liebe Genossen,

nach­dem ich nun jah­re­lang den Kampf gegen die sozia­lis­ti­schen Windmühlen führe, springt mir nun eine Dame der Linken zur Seite und stützt meine Argumentation. Ich habe immer betont, dass der mora­li­sche Wert der Marktwirtschaft auch darin liegt, dass sie das freie und selbstb­stimmte Leben unter­schied­li­cher (!) Individuen ermög­licht (ich emp­fehle hier als Lektüre “Capitalism and Freedom” von Milton Friedman). In der glo­ba­len Welt kann es sich bei der Gesellschaft nur um eine glo­bale han­deln, und das wie­derum zieht Wertepluralismus und –hete­ro­ge­ni­tät nach sich.

 

Frau Wegner hat sich nun für die Wiedereinführung der Stasi aus­ge­spro­chen: “Ich denke (…), wenn man eine andere Gesellschaftsform errich­tet, dass man da so ein Organ wie­der braucht, weil man sich auch davor schüt­zen muss, dass andere Kräfte, reak­tio­näre Kräfte, die Gelegenheit nut­zen und so einen Staat von innen auf­wei­chen.” Ich glaube ehr­lich gesagt nicht, dass dies kom­pa­ti­bel zur Freiheit ist…

 

An die­ser Stelle will ich nun enden, da ich ande­ren noch die Chance zum Selbstnachdenken geben möchte.

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1. Leipziger Philo-Pokermeisterschaft sorgt für Adrenalinflushs

By , 17. Januar 2008 01:16

Zahlreiche Größen des Leipziger Lebens lie­ßen es sich am ver­gan­ge­nen Montag nicht neh­men und folg­ten der Einladung nach Reudnitz, wo die 1. Leipziger Pokermeisterschaft aus­ge­spielt wer­den sollte. Bereits im Vorfeld hat­ten die Buchmacher aller­hand zu tun und nicht uner­heb­li­che Beträge wech­sel­ten den Besitzer, ganz gemäß dem Motto des Montagabends: Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand ande­res. Die Quoten der Buchmacher spra­chen eine ein­deu­tige Sprache und stell­ten klar, wer an die­sem Abend als Favorit ins Rennen ging. Ohne bereits zu viel vor­weg neh­men zu wol­len: Die Buchmacher lagen abso­lut richtig.

Um 20 Uhr war es dann soweit und die sie­ben Spieler schnipp­ten ner­vös mit ihren Chips und konn­ten den Start kaum erwar­ten. Spätestens jetzt war jedem klar, dass der Abend kein Kindergeburtstag wer­den würde. Sonnenbrillen, Pfeifen und Brüste wur­den aus­ge­packt und in Position gebracht, Sakkos gera­de­ge­rückt; Anspannung lag in der Luft. Entgegen aller Erwartungen ging es bereits in den ers­ten Runden heiß her und man kam ins schwit­zen. Danach ging es dann aber auch schon los mit dem Pokern und es zeigte sich, dass die Spieler abso­lut eis­kalt waren. Es wurde geblufft bis zum bit­te­ren Ende; was aber auch dazu führte, dass für man­che bereits nach 15 Minuten das Ende greif­bar nah war. Im Prinzip war es der übli­che tes­to­ste­ron­ge­steu­erte Längenvergleich. Mit zuneh­men­der Spieldauer ver­such­ten die Spieler wirk­lich alles, um sich den Sieg zu holen. Hierbei kam es auch zu unschö­nen Szenen, u.a. als ein Spieler ver­suchte, Dame-König-Ass als Drilling zu dekla­rie­ren. Ebenfalls wurde ver­sucht, andere Spieler durch Toilettenbesetzungsstrategien in ihrer Konzentration zu schwä­chen. Letztendlich muss man aber sagen, dass der Abend weit­ge­hend von Fairness und Respekt geprägt war.

Nach und nach schie­den immer mehr Spieler aus und es kam dann wie es kom­men musste: Es kam zum Heads Up zwi­schen Stefan und NLH. Das Spiel zwi­schen den bei­den ent­wi­ckelte sich zu einer bed­in­dungs­lo­sen stra­te­gi­schen Schlacht, es ging hin und her — ohne Gnade! Beide Spieler befan­den sich abwech­selnd am Abgrund und in nahezu aus­sichts­lo­ser Position. Aber es gelang kei­nem der Spieler, dem ande­ren den Todesstoß zu ver­set­zen. Nach unzäh­li­gen Spielen, und auf­grund der fort­ge­schrit­te­nen Zeit, einig­ten sich beide Kontrahenten daher auf ein Unentschieden. Die finale Entscheidung wurde ver­scho­ben! Es dürfte aller­dings nur eine Frage der Zeit sein, bis sich die bei­den wie­der duel­lie­ren werden.

Indes gebührt der mora­li­sche Sieg ganz ein­deu­tig Janet. Mit ihrem Straight Flush hatte sie an die­sem Abend mit Abstand die bes­ten Karten. Ein Blatt, was abso­lut benei­dens­wert ist und was die meis­ten eher aus Erzählungen, denn aus der eige­nen Hand ken­nen dürf­ten. Dass Janet nicht gewon­nen hat, lag ledig­lich an zwei (eigent­lich ver­nach­läs­sig­ba­ren) Aspekten: (1) Sie über­sah lei­der, dass sie einen Straight Flush hatte und (2) sie bekam die Karten erst nach dem eigent­li­chen Turnier. Dumm gelau­fen, aber beim nächs­ten Mal wird’s sicher­lich klap­pen! Aber an die­ser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zu dem mora­li­schen Sieg! Es sei außer­dem erwähnt, dass Janet das Turnier als drit­ter Sieger been­dete und damit unter Beweis stellte, dass man Frauen durch­aus (zumin­dest beim Pokern) ernst neh­men muss.

Abschließend sei allen Teilnehmern für die unter­halt­sa­men und span­nen­den Stunden gedankt. Es sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Turnier nach­träg­lich als Solidaritätsbekenntnis gegen eine Diskussion um Managergehälter initi­iert wurde.

Brauche Hilfe

By , 6. September 2007 22:41

Liebe Genossen,

ich hoffe, ihr könnt mir, dem net­ten Westdeutschen, wei­ter­hel­fen. Ich frage mich schon seit gerau­mer Zeit, was die unten ste­hen­den Hieroglyphen bedeu­ten. Es ist sicher­lich etwas Nettes, da der Zettel am Pinnboard mei­ner Freundin hängt. Also macht euch mal bitte nütz­lich und tragt zur Ost-West-Verständigung bei!

russischfuranfanger.jpg

Freibier zu vergeben

By , 2. September 2007 18:03

Nachdem sich hier nun mathe­ma­ti­sche Freaks im Forum tum­meln (ins­be­son­dere, was die Wahrscheinlichkeitsrechnung betrifft), bekom­men sel­bige die Chance, schnell ein Bierchen im Schlechten Versteck zu gewin­nen. Ihr braucht nur die fol­gende Aufgabe zu lösen:

Ein Kreis (k) wird durch eine zufäl­lige Verbindungsstrecke zweier Punkte X und Y (beide auf k) geteilt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Länge der Strecke XY grö­ßer ist als die Seitenlänge des ein­be­schrie­be­nen Dreiecks, des­sen Winkel iden­tisch groß sind?

P.S.: Natürlich sollte der Gewinner (oder die Gewinnerin) auch in der Lage sein, mir seine Lösung beim gewon­nen Bierchen noch ein­mal erklä­ren zu kön­nen ;)

Ich hab’s ja gesagt

By , 30. August 2007 20:47

Viele von euch konn­ten nicht ver­ste­hen, dass man­che Autoren hier zwin­gend auf den Schutz der Anonymität ange­wie­sen sind; alles andere würde ein rie­si­ges Medieninteresse nach sich zie­hen und zugleich die Sicherheit der Personen gefähr­den. Natürlich möchte man gerne wis­sen, wer z.B. hin­ter den ela­bo­rier­ten Einträgen von NLH steckt. Aber es gibt gute Gründe, diese Information streng ver­trau­lich zu hand­ha­ben. Leider kam es auf die­ser Seite in der Vergangenheit immer wie­der zu Hinweisen auf die Identität anony­mer Autoren. Auch wenn der Wetmaster Webmaster heute mal sei­ner Verantwortung nach­ge­kom­men ist, so muss man den­noch gene­rell kon­sta­tie­ren: Er hat versagt!

Es scheint, als wäre ich nun das erste Opfer die­ser Semiprofessionalität. Ich fürchte, sie haben mich gefun­den; man weiß anschei­nend um meine Identität, um mein Wissen. Wie sonst ist es zu erklä­ren, dass sich Kamerateams und Fotografen bereits seit Stunden vor mei­ner Haustür tum­meln? Mittlerweile ist es dun­kel und Flutlichtmasten wur­den auf­ge­stellt. Es ist das ein­ge­tre­ten, was ich immer ver­hin­dern wollte.

Sollte es mir gelin­gen, die­ser Situation noch ein­mal zu ent­kom­men und wie­der in die Anonymität abzu­tau­chen, so hoffe ich, dass nun auch dem letz­ten die Brisanz der Lage klar ist.

Freibier Nr. 2

By , 24. August 2007 19:36

Ich nähere mich mei­nem Ziel, mei­nen Lebensunterhalt allein durch qua­li­ta­tive Beiträge in die­sem Blog bestrei­ten zu können.

Die Frage von Janette Janet lässt sich recht leicht beantworten:

Im Dezimalsystem kann eine zwei­stel­lige Zahl aus­ge­drückt wer­den als 10x+y (wobei x und y < 10 sowie posi­tiv, aber das kön­nen wir im Weiteren zwecks Vereinfachung ver­nach­läs­si­gen). Die Aufgabe lau­tet: Denke dir eine zwei­stel­lige Zahl (sprich 10x+y), bilde hier­von die Quersumme (x+y) und ziehe anschlie­ßend die Quersumme von dei­ner zwei­stel­li­gen Zahl ab. Dem “Hellsehen” liegt folg­lich der Algorithmus 10x+y-(x+y) zugrunde. Schauen wir mal, was hin­ter die­sem steckt:

Zunächst klam­mern wir mal aus: 10x+y-x-y
Dann sor­tie­ren: 10x-x+y-y
et voilà: 9x

Eigentlich müsste nun jedem klar sein, wie das “Hellsehen” funk­tio­niert. Wenn dem so ist, so kann man hier mit dem Lesen auf­hö­ren. Alle ande­ren lesen weiter:

9x ist das Ergebnis, in das sich jede zwei­stel­lig aus­ge­dachte Zahl über­füh­ren lässt. D.h. jede über­führte Zahl hat 9 als Teiler, oder anders­herum: jede über­führte Zahl ist ein Vielfaches von 9. Schaut man sich mit die­sem Wissen nun die magi­sche Tabelle an, so gilt es, den Blick auf Zahlen zu rich­ten, die ein Vielfaches von 9 sind (für die Sonderschüler unter uns: 9, 18, 27, 36, 45, 54, 63, 72, 81, 90, 99).

Zufällig” haben all diese Zahlen das glei­che Symbol in der Tabelle…

Make it a good day!

(Ich gehe mal davon aus, dass die Lösung von Stefan so nicht akzep­tiert wird, da nicht erklärt wird, wor­aus die Zahl 9 resultiert!)

Neue Erkenntnisse

By , 15. August 2007 11:35

Es gibt viele Fragen, die die Menschheit schon immer beglei­tet haben, aber bis­her noch nie beant­wor­tet wer­den konn­ten. Warum hat Tarzan kei­nen Bart? Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wieso haben Männer Brustwarzen? Die Liste ließe sich nahezu unend­lich fort­set­zen, aber es ist heute nicht das Anliegen, über unge­löste Fragen zu sin­nen. Heute wird hier, exklu­siv auf nachtspieler.de, eines der ältes­ten Rätsel der Menschheit gelöst. Die Auflösung wird für man­che über­ra­schend, manch­mal wohl gar tra­gisch sein; andere wie­derum wer­den jubelnd Salti voll­zie­hen und ein Gefühl in sich tra­gen, als hät­ten sie es schon immer gewusst. An die­ser Stelle gilt mein Mitgefühl all denen, die gleich des­il­lu­sio­niert wer­den, deren Leben nun eine ganz neue Wendung bekom­men wird. Vielleicht kann schon mor­gen ein neues Rätsel gelöst wer­den — in einer Art, dass es in euer Weltbild passt! Aber nun genug der Vorrede, hier kommt die Antwort, auf die die Menschheit so lange gewar­tet hat: 1 Hektoliter sind 100 Liter!!!

Abschließend sei hier noch auf eine alte Tradition des mensch­li­chen Zusammenlebens ver­wie­sen: Es ist seit Jahrtausenden unge­schrie­be­nes Gesetz, dass dem Unparteiischen die über Umverteilung zufal­len­den Früchte als Geste der Ehrung ange­bo­ten wer­den. Mögen den­je­ni­gen, der sich hieran nicht hält, Botflies heimsuchen!!!

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