dolomiten 2014

Von , 3. Oktober 2014 14:16

Sas Porcel

Hätte man mir vor 20 Jahren gesagt, dass ich ein­mal frei­wil­lig einen Wanderurlaub machen würde, ich schwörs,  ich hätte mir die Pulsadern ange­bis­sen. Da ich glück­li­cher­weise nun über eine milde Altersweisheit ver­füge, haben wir Sack und Pack zusam­men­ge­wor­fen und uns in das ferne Italien auf­ge­macht, um dort die Dolomiten zu erklimmen.

Den Anfang machte der soge­nannte Rosengarten. Für mit der Materie Berg unge­übte Leipziger Flachländer wie uns war dies ein her­vor­ra­gen­der Einstieg in die Welt des Alpinen. Außerdem durfte ich wie­der auf­re­gende Erfahrungen mit mei­ner erfolg­reich ver­dräng­ten Akrophobie (Höhensorge) machen.

Rosengarten Auftsieg

Rosengraten Auftsieg

Rosnegraten Püppi

Rosengarten

Die nächste Station sollte der Gipfel des Weißhorns sein.
Nach einem ent­beh­rungs­rei­chen Aufstieg muss­ten wir kurz vor dem Gipfel kehrt machen, da unsere Bergziege Püppi den letz­ten senk­rech­ten Klettersteig nicht meis­tern konnte. So ganz unter uns, mir war dies nicht gänz­lich unrecht (siehe Höhensorge).
Da uns die­ses Versagen eine schlaf­lose Nacht berei­tete, wurde kur­zer­hand der Regenerationstag gestri­chen und ein wei­te­rer Anlauf zur Besteigung des Weißhorns von einer ande­ren Seite unter­nom­men. Diesmal waren wir erfolg­reich, auch wenn wir mit eher trü­ber Sicht belohnt wur­den. Nach dem Abstieg ent­schä­dig­ten wir uns immer­hin mit erfri­schen­den Kaltgetränken mit Blick auf unser Tagewerk.

Weisshorn

Weisshorn

Weisshorn

Weisshorn

Weisshorn

Weisshorn

Von unse­rer gemütlich-schummerigen Mansarde aus sahen wir jeden Morgen das Latemar auf­ra­gen, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wir auch die­ses urige Gebirge in Angriff neh­men wür­den. Am Fuße des Berges liegt zwar der pit­to­reske Karersee, die­ser ist aber tou­ris­tisch etwas über­er­schlos­sen. So zogen wir via Labyrinthsteig rasch wei­ter in das Gebirge hin­ein und bestie­gen mit letz­ten Kräften die Poppekanzel — müde Beine, Aussicht keine.

Latemar

Latemar

Latemar

Latemar

Latemar

Gegen Ende des Urlaubs — inzwi­schen waren wir gefühlt schon erfah­rene Alpinisten — wag­ten wir uns in die Region des Marmolata - die höchste Erhebung der Dolomiten. Da unsere Bergziege Püppi wie immer kei­nen Sessellift bestei­gen durfte, erklom­men wir aus dem Tal her­aus immer­hin den 2489m hohen Sas de Porcel. Ausnahmsweise wur­den wir mit einem  Blick auf die umlie­gen­den Hochalpen belohnt.
Währenddessen ver­brachte unse­rer Bergrettungshund die Zeit damit, mit den hei­mi­schen Murmeltieren “Hase und Igel” zu spielen.

Sas Porcel

Sas Porcel

Sas Porcel

Schick war es. Und sobald meine Pulsadern ver­heilt sind, geht es natür­lich weiter.

Sas Porcel

 

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